Im Gemeindegebiet von Gnesau gab es zwei Schulen: Die Volksschule Gnesau und die Volksschule Zedlitzdorf.
Die Volksschule Zedlitzdorf entstand aus der Zusammenlegung der katholischen und der evangelischen Schule im Jahre 1870. Einer der ersten Schulstandorte war das damals leer stehende Kloster. Am 28. Dezember 1910 wurde dann eine neue zweiklassige Schule feierlich eröffnet.
Die Schülerzahlen der Volksschule Zedlitzdorf gingen von 1910 bis 1976 stetig zurück. Waren es im Jahre 1910 noch 105 Kinder, so besuchten 1976 nur mehr 38 Kinder die Schule.1976 gingen nur mehr 38 Kinder die Schule.
1976 fasste die Gemeinde den Beschluss, eine zentral gelegene vierklassige Volksschule zu errichten. Die Volksschule Zedlitzdorf wurde mit 31. August 1977 stillgelegt. Im September 1981 begann in der neu erbauten vierklassigen Volksschule in Gnesau der Unterricht. Der bisherige Schulleiter der Volksschule Zedlitzdorf, Hans Rainer, wurde zum Direktor der Volksschule Gnesau bestellt.

Auch die alte Volksschule in Gnesau ging aus zwei konfessionellen Schulen hervor. 1871 erfolgte die Zusammenlegung der katholischen und der evangelischen Schule zu einer öffentlichen, interkonfessionellen Volksschule. Die Aufzeichnungen über die Zeit vor 1884 sind verloren gegangen, ebenso die Protokolle der Ortsschulratssitzungen. Interessant ist der Inhalt der ersten Chronikaufzeichnungen: Oberlehrer Brandner bezeichnete den Zustand des aus Holz errichteten Hauses „nicht nur als baufällig, sondern schon als gefährlich.“ Mit Gesamtbaukosten in der Höhe von 8 000 Gulden wurde dann ein neues Schulhaus errichtet, das am 11. Oktober 1891 feierlich eröffnet wurde. In der Schulchronik wird genau über die wechselhafte Geschichte der Schule berichtet. So ist unter anderem auch aufgezeichnet, dass im Jänner 1932 an der Volksschule Gnesau erstmals eine Schulausspeisung für bedürftige Kinder eingeführt wurde. Vom 4. Jänner bis zum 22. März bekamen an Schultagen täglich 50 Kinder eine Tasse Milch und ein Stück Schwarzbrot. Die Milch und das Brot wurden von den Bauern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ende des Jahres 1976 wurde der Bau einer zentral gelegenen, vierklassigen Volksschule beschlossen. Die beiden Volksschulen Gnesau und Zedlitzdorf wurden zur vierklassigen Volksschule Gnesau zusammengelegt.
Bis zur Fertigstellung der neuen Volksschule im September 1981 wurde der Unterricht jahrgangsweise in den alten Schulen erteilt. Am 19. September 1981 fand die feierliche Einweihung des neuen Schulhauses statt.

 

 

        Das Zedlitzdorfer Schulhaus im Jahre 1936. (Chronik S. 130)

 

 

 Das Gnesauer Schulhaus in den zwanziger Jahren. (Chronik S. 136)

 

 

Aus: Spanz Lisbeth (1996). Gnesau – Einst und Heute. Klagenfurt: Johannes Heyn.